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Vortrag am Dienstag, 10. März 2026, 18.30 Uhr

Greifen als Grabwächter an der Via Agrippa. Neue Forschung zur römischen Siedlung von Duppach-Weiermühle (Lkr. Vulkaneifel)
Referent: Dr. Peter Henrich

In der römischen Siedlung von Duppach-Weiermühle wurde eine Nekropole mit zwei monumentalen römischen Grabdenkmälern sowie den benachbarten Gebäuden ausgegraben. Ab dem 2. Jahrhundert entstanden hier zwei über 20 Meter hohe Grabmäler sowie zwei kleinere Grabmonumente, eine Grabkammer und weitere kleine Grabbauten. Etwa zeitgleich datieren mehrere Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie ein Töpferofen in direkter Nachbarschaft.

Sowohl die immense Größe der beiden Grabbauten als auch ihre außergewöhnliche Dekoration mit monumentalen Löwen-, Greifen- und Eberskulpturen belegen, dass sich dort Personen aus der lokalen Oberschicht bestatten ließen. Die aus den Befunden und Funden entstandene Rekonstruktion zeigt eine Grabanlage, wie sie bisher nördlich der Alpen einzigartig ist.

Die Siedlung liegt an der Fernstraße Köln-Tier. In diesem Kontext brachte auch die Erforschung der Reste einer 10 Meter breiten und über 200 Meter langen hölzernen Sumpfbrücke spannende Ergebnisse. Mithilfe von Dendrochronologie konnte nachgewiesen werden, dass diese Brücke 38 v. Chr. gebaut wurde, was zum ersten Mal eine Datierung für die Straße zwischen Trier und Köln liefert.